Mittwoch, 12. Dezember 2018

Vorschau Januar: Favo feat. Sander De Winne

Am Sonntag, dem 13. Januar 2019 um 19 Uhr gibt es bei den Freien Klängen in der Festung Mark ein Konzert von Favo und Sander De Winne.
Volker Schlott – Saxophon
Falk Breitkreuz – Bassklarinette
Sander De Winne – Stimme, Perkussion

In seiner Ankündigung des Konzertes sprach Warnfried Altmann schon begeistert von der ungewöhnlichen und interessanten Kombination aus Stimme, Saxophon und Bassklarinette. "Wir Bläser ahmen mit unserem Spiel oft die menschliche Stimme nach", sagte er, "und so haben wir dann drei Stimmen auf der Bühne". Und tatsächlich, hört man in Klangbeispiele der drei Musiker rein (so wie im untenstehenden Video), dann können wir uns auf ganz tolle Klänge freuen, von drei Musikern, die sich aufeinander einlassen, gemeinsam improvisieren, mit ihren Stimmen spielen.


Aus der Konzertankündigung: 
FAVO existiert seit nunmehr 6 Jahren. In der Trio-Besetzung mit dem jungen, belgischen Stimmakrobaten Sander De Winne entdecken die drei Vollblutmusiker gemeinsam eine neue Magie zwischen menschlicher Stimme und dem außergewöhnlichen Zusammenspiel zwischen Bassklarinette und Sopransaxofon.
Neben vielen Eigenkompositionen spielt FAVO auch Werke aus Pop, Klassik, Jazz und Weltmusik. So sind Werke u.a. von Astor Piazolla, den Beatles, Johann Sebastian Bach, Bobby McFerrin, Pat Metheny oder Joe Zawinul auf eigentönende Art und Weise zu hören.
"Ist das Jazz, weil da vieles aus dem Moment entsteht? Oder doch eher Klassik, weil sich die beiden so klangschön gespielten Blasinstrumente mit der eindrucksvollen Stimme kontrapunktisch kommentieren wie in einer Fuge? Ist es Kammermusik oder Weltmusik?" (J. Engels)
"Ich habe selber noch nicht analysiert, was da mathematisch abläuft - aber die Frequenzen der Bassklarinette und des Sopransaxofons passen so gut zueinander, verschmelzen so optimal, wie ich es vorher noch nicht erlebt habe. Da scheint es ein magisches Geheimnis zu geben. Es sind einfach die Schwingungen zwischen den Instrumenten und der Stimme, aber auch die Schwingungen im Raum und in den Ohren der Zuhörer. Da muss man nichts mehr erklären. Das ist einfach Musik." (Volker Schlott)
Also: eine herzliche Einladung zum nächsten Konzert der Freien Klänge!

Sonntag, 9. Dezember 2018

Christiane Hagedorn und Martin Scholz: Swinging Noël

Christiane Hagedorn und Martin Scholz (alias Duo Conjak) kamen mit ihrem Programm Swinging Noël in die Festung Mark. Mit Weihnachtsliedern rund um die Welt, romantische ebenso wie fröhlich beschwingte.
Christiane Hagedorn – Gesang, Geige, Blockflöte
Martin Scholz – Piano, Kornett, Percussion

Mit dem Winterklassiker "Let it snow" begannen die beiden Musiker ihr Winter- und Weihnachtsprogramm sehr romantisch, als Christiane Hagedorn mit ihrer warmen Stimme verführerisch "When we finally kiss good night..." hinhauchte, von der Liebe sang, die einen auf dem Weg durch den Schnee warm hält. Darauf folgte eine interessante Interpretation von Martin Luthers "vom Himmel hoch da kam ich her", das es hier in einer swingenden Version gab, in die moderne Zeit geholt und von Martin Scholz am Klavier mit karibischen Rhythmen begleitet. Das brachte musikalische Wärme in den regnerischen Magdeburger Dezemberabend.

Der Abend war zugleich eine musikalische Weltreise rund um den Globus, überall hin wo Weihnachten besungen wird. Ein großer Teil des Programms kam aus dem französischen und italienischen Sprachraum. Da war dann von drei Engeln zu hören, die vom Himmel kamen und dem Christkind Rosen, Weihrauch und ein goldenes Gewand brachten (Trois anges sont venus ce soir) und Christiane Hagedorn pfiff die Melodie dazu wie der Spatz von den Dächern von Paris. Oder ein Lied vom "Bambino divino", dem göttlichen Kind, das im Stroh schlafen muss, eine schöne Ballade, mit swingenden Klaviertönen als musikalischem Kontrast, dann eines aus Argentinien. "Ein Stern ist gefallen in der Nacht, lass ihn uns suchen geh'n, er muss dort unten in der Schlucht liegen", übersetzt Christiane Hagedorn den Text für die Zuhörer. Dann ein italienisches Weihnachtslied, von Martin Scholz am Cornett begleitet.

Englische Hirtenlieder (von Christiane Hagedorn mit der Flöte begleitet) waren ebenso zu hören wie irische Traditionals, auf der Geige gespielt oder "Soul Cake", das in der Version von Sting wohl am bekanntesten ist: ein Lied über die Kekse, die zu Allerheiligen für die armen Seelen nach draußen gestellt werden. Im Christiane Hagedorns Interpretation konnte man sich aber auch an die Frierenden auf den Straßen erinnert fühlen. Auch ein Christmas Song von Jethro Tull war eher nachdenklich, wenn es darin heißt man solle daran denken, dass der Geist der Weihnacht nicht im Glühwein liegt ("Christmas spirit is not what you drink").

Mittwoch, 14. November 2018

Vorschau Dezember: Swinging Noël

Im Dezember wird es weihnachtlich bei den Freien Klängen sein. Dann kommt Christiane Hagedorn und Martin Scholz (gemeinsam als Duo Conjak) mit ihrem Programm Swinging Noël in die Festung Mark.
Christiane Hagedorn (Gesang, Geige, Blockflöte)
Martin Scholz (Piano, Kornett, Percussion)

Christiane Hagedorn (Sängerin und Schauspielerin mit Wurzeln in Magdeburg) und Martin Scholz (Jazzmusiker aus Essen) präsentieren eine Auswahl ihrer Lieblingsweihnachtslieder aus Frankreich, England, Deutschland, Italien, Russland, USA und Venezuela auf. Mit Charme und Esprit mixen sie Bekanntes mit Überraschendem, Besinnliches mit Heiterem, Frostiges mit Kuscheligem, bewegen sich virtuos und stilsicher zwischen Chanson, Swing, russischen und deutschen Weihnachtsklassikern, Folk und indigenem Latin und bescheren uns zwischen ihren musikalischen Kleinodien durchaus auch die eine oder andere weihnachtliche Perle aus dem Reich der Poesie…

Honig für die Seele, Balsam für’s Ohr!!

Und hier noch ein Video als Vorschau...


Sonntag, 11. November 2018

Fabiana Striffler und Quique Sinesi

Improvisierte Melodien der Violine treffen auf argentinische Gitarrenklänge. Das Konzert bei den Freien Klängen in der Festung Mark war Weltmusik, wenn man damit die Verschmelzung unterschiedlicher Musikkulturen meint, und bewegte sich doch abseits der üblichen Weltmusik-Konventionen.
Quique Sinesi – 6- and 7-saitige Gitarre, charango, Piccologitarre
Fabiana Striffler – Violine, Mandoline

Zu Beginn hört man nur die Finger der Violinistin und des Gitarristen auf den Instrumenten einen Rhytmus klopfen, ehe sie anfangen, Melodien zu spielen. Melodien, in denen immer mal wieder der argentinische Tango durchklingt, als einer der Ankerpunkte des Konzertes. Rhythmisch bleibt die Musik auch dann, wenn Fabiana Striffler im Titelstück der aktuellen CD des Duos, Mahagoni, die Spielweise ihrer Violine wechselt, die Saiten zupft, sich damit in klangliche Ähnlichkeit zur Gitarre begibt. Tänzerisch-beschwingte Passagen wechseln mit leisen, sanften.

Später greifen sie zu anderen Instrumenten, Fabiana Striffler nimmt ihre Mandoline zur Hand, Quique Sinesi sein Charango, eine Mischung aus Gitarre oder Ukulele (von der Bauform her) und der Mandoline (wegen der Doppelsaiten). „Unsere beiden Instrumente in Kombination finde ich so schön“, sagt Fabiana Striffler, und man könnte „traumhaft schön“ ergänzen, wenn man die gezupften Klänge hört. Vielleicht kein Zufall, dass das Stück dann in deutscher Übersetzung aus einem anderen Traum erwacht heißt.