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Sonntag, 11. November 2018

Fabiana Striffler und Quique Sinesi

Improvisierte Melodien der Violine treffen auf argentinische Gitarrenklänge. Das Konzert bei den Freien Klängen in der Festung Mark war Weltmusik, wenn man damit die Verschmelzung unterschiedlicher Musikkulturen meint, und bewegte sich doch abseits der üblichen Weltmusik-Konventionen.
Quique Sinesi – 6- and 7-saitige Gitarre, charango, Piccologitarre
Fabiana Striffler – Violine, Mandoline

Zu Beginn hört man nur die Finger der Violinistin und des Gitarristen auf den Instrumenten einen Rhytmus klopfen, ehe sie anfangen, Melodien zu spielen. Melodien, in denen immer mal wieder der argentinische Tango durchklingt, als einer der Ankerpunkte des Konzertes. Rhythmisch bleibt die Musik auch dann, wenn Fabiana Striffler im Titelstück der aktuellen CD des Duos, Mahagoni, die Spielweise ihrer Violine wechselt, die Saiten zupft, sich damit in klangliche Ähnlichkeit zur Gitarre begibt. Tänzerisch-beschwingte Passagen wechseln mit leisen, sanften.

Später greifen sie zu anderen Instrumenten, Fabiana Striffler nimmt ihre Mandoline zur Hand, Quique Sinesi sein Charango, eine Mischung aus Gitarre oder Ukulele (von der Bauform her) und der Mandoline (wegen der Doppelsaiten). „Unsere beiden Instrumente in Kombination finde ich so schön“, sagt Fabiana Striffler, und man könnte „traumhaft schön“ ergänzen, wenn man die gezupften Klänge hört. Vielleicht kein Zufall, dass das Stück dann in deutscher Übersetzung aus einem anderen Traum erwacht heißt.

Sonntag, 14. Mai 2017

Caterina Lichtenberg und Mike Marshall

Heute waren  Caterina Lichtenberg und Mike Marshall bei den Freien Klängen zu hören.


Caterina Lichtenberg und Mike Marshall nahmen das Magdeburger Publikum durch eine  musikalische Weltreise, eine "tour of the mandolin around the world", wie der auf  eine sehr charmante Weise in seiner Muttersprache moderierende Mike Marshall sagte. Den Anfang machte ein Stück des brasilianischen Mandolinisten Jacob do Bandolim. Mit ''the tricki devil'' erwies sich die Mandoline gleich als das "lustige" Volksinstrument, das nicht ohne Grund so weite Verbreitung fand. Die Doppelseiten sorgen für einen kräftigen Klang, die Finger der beiden Musiker flitzen nur so darüber. Danach ging es in Mike Marshalls Heimat Nordamerika, wo er das lautmalerische Stück ''Cat got the mouse'' angesiedelt hat. Ein musikalischer Spaß mit verteilten Rollen ("Caterina spielt die Mäuse" sagte er). Und in ihrem schnellen Pizzicato mag man wirklich die flinken Mäusefüße trappeln hören.

Danach wechselten beide Musiker in die klassische Musik, zu Vivaldi, Telemann und Bach. "Vivaldi schrieb einige Stücke auch direkt für die Mandoline", erläuterte Catrina Lichtenberg, "und bei anderen Stücken haben wir den Vorteil, daß die Mandoline genau wie eine Violine gestimmt ist, man kann also auf der Mandoline die Geigenstücke unverändert spielen". Zu hören war das bei einer dreisätzigen Sonate von Vivaldi. Lichtenberg und Marshall lassen alte Musiktradiotionen lebendig werden, im zweiten Satz begeistern sie durch die kristallklaren Töne mit akkuratem Anschlag.