Donnerstag, 15. August 2019

Vorschau September: Drees – Bauer – Morgenstern

Am 15. September gehen die Freien Klänge in die nächste Runde. Das Konzert beginnt um 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr.
Simon Jakob Drees – Violine und Stimme
Matthias Bauer – Kontrabass und Stimme
Tobias Morgenstern – Akkordeon
 

Tobias Morgenstern kenne ich schon ewige Zeit, also etwa seit den 80er Jahren, als Begleiter von Gerhard Schöne. In den letzten Jahren hörte ich ihn regelmäßig bei den Konzerten von Wenzel in Kamp. Auf die beiden anderen Musiker bin ich schon neugierig, nachdem ich mir auf der Webseite von Simon Jakob Drees einige der Hörproben und Videos angehört und angesehen habe. Drees begleitet seine Violine mit Obertongesang, was schon besondere Tonkombinationen hervorbringt. Zusammen mit Bauer experimentiert er mit den Klängen der so unterschiedlich großen Saiteninstrumente. Da bleibt es dann am 15.09. an Morgenstern, das durch seine Akkordeonklänge zusammenzuführen.
Kurz: Ich freue mich sehr auf das Konzert, es wird wieder ein sehr interessanter Abend werden.

Der Veranstalter schreibt über das Trio:
Drees – Bauer – Morgenstern spielen eine freie Musik, die nicht stilistisch gebunden ist. Die drei Musiker schöpfen aus Ihren jeweils ganz eigenen Ausdrucksweisen und begeben sich gemeinsam in einen musikalischen Dialog.

Jeder Einzelne von ihnen präsentiert seine künstlerische, musikalische Herkunft und stützt sich dabei auf seine musikalischen Wurzeln. Da diese aus verschiedenen Genres kommen, entsteht ein besonderer Mix. Es ist eine Art Melange, die aus (at hoc) im Moment frei Erfundenem und gleichzeitig auch ausbekannten Pattern, Sounds und Rhythmen eine sich oft verändernde Struktur erzeugt. Die Formen entstehen unmittelbar und ohne vorherige Absprache. Alles ist ein sich ständig austauschender Prozess von unterschiedlichsten musikalischen Einflü ssen, dessen Entwicklung oder dessen Ende offen bleibt. Was sie verbindet ist die Art des Hörens auf: Strukturen, Klänge, Rhythmen, Formen und vor allem der Umgang mit Intensität in jeder Sekunde – so wirkt die Musik des Trios oft wie aus einem Guss. Stille und dichteste Klangmasse werden eins. Mehrere Tempi verschmelzen zu einem Fluss. Konkrete melodische Phrasen lösen sich auf und münden in einen freitonalen Klangkosmos.


Karten: VVK: 12 Euro, AK 15 Euro, erm. 13 Euro

Sonntag, 19. Mai 2019

Vorschau September

Die Konzerte innerhalb der "Freien Klänge" sind in letzter Zeit seltener geworden. Grund ist das fehlende Geld für die Konzerte, die allein aus den Eintrittsgeldern nicht zu finanzieren sind. Deshalb gab es in diesem Jahr erst drei Konzerte, mit zwei Monaten Abstand. Das nächste Konzert kann erst wieder am 15. September stattfinden. Für nähere Informationen schauen Sie bitte in den nächsten Tagen nochmal in den Blog.

"Man hat aber im Mageburger Kulturbüro unseren Hilferuf gehört", sagte Warnfried Altmann dem Publikum beim Konzert am 12. Mai, "und uns Unterstützung zugesagt. Ab 2020 können die Konzerte dann wieder monatlich stattfinden".

Sonntag, 12. Mai 2019

Mark Alan Lotz & Alan "Gunga" Purves

Experimentell und anhörbar muss kein Widerspruch sein. Zwei Stunden voller verrückter Musik-Ideen, gemischt mit harmonischen Melodien: es war eine Freude zuzuhören – und zuzusehen.
Mark Alban Lotz – Flöten
Alan "Gunga" Purves – Percussion, Toys

Mark Alban Lotz kam mit seiner riesigen Kontrabass-Flöte auf die Bühne, einem Instrument, dem man die Herkunft aus dem Baumarkt ansah (später erklärte er, dass der Instrumentenbauer tatsächlich Kunststoff-Abwasserrohre verwendete, die er mit Klappen eines Saxophons kombinierte). Die tiefen Töne spielt er in eine Loop-Station ein, die dann durch die ständige Wiederholung wie der Atem eines großen Urzeittieres klingen. Alan "Gunga" Purves nimmt in jede Hand eine Spieluhr, solche kleinen Blechdosen, die wohl jeder schon mal seinen Kindern als Spielzeug kaufte, hält sie an den Kurbeln fest und dreht sie rhythmisch, fügt schnalzende Töne hinzu. Über diese Kombination spielt Lotz Töne auf seiner etwas kleineren Bassflöte – und nun füllen Urwaldgeräusche den Raum, das Grummeln eines nahen Gewitters, Vogelstimmen und Pfeifen von Baumfröschen.

Später, zu den Tönen eines umgebauten Akkordeons, dessen Balg Alan Purves mit den Füßen bedient und damit Borduntöne für Alban Lotz' Flöte erzeugt, hört das Ohr, das sich an bekanntem orientieren möchte, Melodien wie Debessys "Nachmittag eines Fauns" heraus. Aber was ist schon "normal", was ist "bekannt" bei diesem phantasievollen Spiel mit Klängen und Tönen? Die Musik von Purves und Lotz bietet ein großes Maß völlig neuer Hör-Erfahrung und Phantasie. Und sie macht Spaß, verführt zum mit- und nachmachen. Denn, im Ernst: wer hat noch nie auf einem Eierschneider Harfe gespielt oder auf Glasflaschen Töne geblasen? Das scheinbar so Einfache zu Rhythmus und Musik zu kombinieren ist dann doch die große Kunst der beiden. 

Dienstag, 7. Mai 2019

Vorschau Mai

Am Sonntag, dem 12. Mai 2019 gibt es um 19 Uhr das nächste Konzert der Freien Klänge. Diesmal stehen ein niederländischer Flötist und ein schottischer Percussionist auf der Bühne der Kulturwerkstatt in der Festung Mark.
Mark Alban Lotz – Flöten
Alan Purves – Percussion, Elektronik

Uns erwarten experimentelle Klänge von Flöte und Percussion, für die das Bonmot vom "jenseits alles gewohnten" durchaus zutreffen dürfte. Jedenfalls wenn die Tonbeispiele auf der Webseite der beiden Musiker für das Programm des Abends stehen (Achtung, nicht gleich vom ersten Stück abschrecken lassen). Was dort zu hören ist, ist ebenso faszinierend wie unbeschreiblich. Und macht neugierig darauf, diese Musik auch live zu hören!

Aus der Ankündigung:
Flötist Mark Alban Lotz ist einer der eindrucksvollsten Jazz Instrumentalisten unserer Zeit und ein unübertroffener Visionär in seiner Kunst. Immer sucht er nach außergewöhnlichen Stimmen und seine Kooperationen sind legendär. Der Percussionist und “Squeakologe” Alan Ganga Purves ist ein Klangmagier der besonderen Art. Im März 2018 ist das erste Album dieses Duos mit dem Titel “Food Foragers” bei Unit Records erschienen. Ein Treffen von zwei freien Geistern auf der Spitze ihres Spiels. Perkussion und überraschende Klangobjekte treffen auf die Familie der Flöten und Elektronik. Lotz und Purves erschaffen eine Musik die sinnlich und ergreifend ist: „Eine einzigartige emotionale Achterbahn voller Fantasie“'. Alan 'Gunga' Purves und Mark Alban Lotz sind Schöpfer einzigartiger musikalischer Universen. Zwei Modernisten, die neue Klänge in der Musik erfinden, um in unbekannte Gebiete zu reisen.