Mittwoch, 16. Januar 2019

Vorschau März

Der nächste Termin der Freien Klänge ist Sonntag der 10. März, um 19 Uhr. Dann gibt es ein Konzert des Magdeburger Philharmonischen Streichquartetts gemeinsam mit Hermann Naehring (Schlagwerk, Percussion) und Warnfried Altmann (Saxophon). In getrennten Terminen waren sie jeweils schon bei den Freien Klängen zu erleben, nun also gemeinsam. "Das wird ein tolles Cross-Over-Ding", sagte Warnfried Altmann, als er dieses Konzert ankündigte.

Das Philharmonische Streichquartett,
bei seinem Auftritt im Februar 2016
in der Festung Mark
Hermann Naehring und Warnfried Altmann
im August 2015 in der Festung Mark
Yoichi Yamashita – Violine
Marco Reiß – Violine
Marcel Körner – Violoncello
Ingo Fritz – Viola
Hermann Naehring – Schlagwerk, Percussion
Warnfried Altmann – Saxophon
Vielleicht wundert sich jetzt jemand "jetzt schon die Ankündigung für den März, wo bleibt die für den Februar?". Warnfried Altmann und die Festung Mark teilten dazu mit, dass der monatliche Rhytmus aus finanziellen Gründen zur Zeit nicht mehr machbar ist. "Wir haben versucht, für die Konzertreihe eine Förderung der Stadt zu bekommen", teilte Doreen Heidemann von der Festung Mark mit, "diese wurden aber nicht bewilligt". Warnfried Altmann appeliert deshalb bei der Ankündigung des Konzertes am Sonntag nochmal an die Konzertbesucher (die dieses Mal in großer Anzahl gekommen waren, so dass sogar noch weitere Stühle geholt werden mussten), "sagen Sie weiter, was es hier in der Festung für eine schöne und interessante Konzertreihe gibt". Denn letztlich lebt die Konzertreihe auch von den Zuschauern.

Das nächste Konzert wird im oberen Gewölbe, also in einem größeren Saal stattfinden. Schon wegen der vielen Musiker und wegen Naehrings gewaltigem Instrumentarium. Aber es gibt dort auch Platz für mehr Konzertbesucher. Kommen Sie also zu diesem "Cross-Over-Konzert"! Und bringen Sie auch Freunde und Bekannnte mit!

Das übernächste Konzert wird im Mai stattfinden, woraus aber noch kein fester Zweimonats-Rhythmus geschlossen werden darf.

FAVO feat. Sander de Winne

Volker Schlott, Falk Breitkreuz und Sander de Winne im Trio: Alt-Saxophon, Alt-Klarinette und statt eines dritten Instrumentes die menschliche Stimme.
Volker Schlott – Sopran-Saxophon, Alt-Saxophon, Percussion
Falk Breitkreuz – Bass-Klarinette, Alt-Klarinette
Sander De Winne – Stimme, Perkussion
Sander de Winne, Falk Breitkreuz und Volker Schlott
(von links nach rechts)

Das Konzert beginnt mit einer ganz einfachen Melodie, die Volker Schlott auf seinem Saxophon, Falk Breitkreuz auf der Klarinette anstimmen und – unisono mit den beiden Instrumentalisten – auch Sander de Winne. Der Sänger setzt anfangs seine Stimme wie ein Instrument ein, etwas höher als die beiden tiefen Blasinstrumente, aber mit genau der selben Stimmführung. Später wechselt er zum beat boxing, wird seine Stimme zum Schlagzeug, sind aus den Lautsprechern Drums und Percussion zu hören, die er zur Verstärkung ins Mikrophon brummt, schnalzt, zirpt und gurrt. Nein, ich habe selbst Keine Ahnung davon, wie das nun wirklich funktioniert, aber es funktioniert.

Die drei Musiker sind auf der Bühne nicht nur als Trio zu sehen, sie wirken auch akustisch als Einheit. Anders als in „normalen“ Bands steht hier der Sänger nicht hervorgehoben im Mittelpunkt und wird von den Instrumenten unterstützt, sondern ist mit seiner Stimme ein neben den beiden Instrumentalisten gleichrangiger Partner innerhalb eines Ensembleklanges.

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Quo vadis, Freie Klänge?

Bei der Frage nach dem Konzertprogramm für das kommende Jahr musste Warnfried Altmann sehr bekümmert mitteilen, dass es erst mal nur die Ankündigung für den Januar 2019 geben werde. Wegen der zu gering gebliebenen Besucherzahlen sieht sich die Festung Mark gezwungen, die Konzerte (die sie aus anderen Veranstaltungen quersubventioniert) auf nur noch vier Termine im Jahr zu reduzieren. "Das ist auch gerade deshalb sehr schade", sagte Warnfried Altmann, "weil gerade zu den letzten Konzerten wieder mehr Besucher kamen". Doreen Heidemann, die bei der Festung Mark die Konzertveranstaltungen koordiniert und betreut, konnte immerhin in Aussicht stellen, dass es an einem der vier Termine nicht nur ein Konzert geben werde. "Wir denken da über mehrere Konzerte an einem Wochenende nach", sagte sie, "vielleicht so was wie ein Mini-Festival".

Die geringen Besucherzahlen sind tatsächlich überaus bedauerlich, und auch unverständlich – holte doch Warnfried Altmann in seiner Musikreihe bisher sehr viele wunderbare Musiker nach Magdeburg. So richtig erklären, woran das liegt, können sich die Organisatoren nicht. Schließlich ist die Festung Mark ein etablierter Veranstaltungsort in Magdeburg und die Uni mit ihren vielen Studenten (zwar studieren dort viele im Ingenieursbereich – aber heute interessieren sich doch auch die Ingenieure für Kultur!) ist nur einen Steinwurf entfernt. Die Freien Klänge waren in Presse und sozialen Medien auch immer gut angekündigt und so überfüllt ist das Magdeburger Kulturangebot nun auch nicht... Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass die vielfältige, von Weltmusik bis Jazz reichende Musik oft jenseits aller Schubladen angesiedelt ist? Was aus kultureller Sicht ein großes Plus ist, sollte das etwa Besucher davon abhalten, aus Neugier in die Konzerte hineinzuhören?

Woran auch immer es liegt – sagen Sie weiter, was es bisher bei den Freien Klängen zu hören gab, kommen Sie zu  den nächsten Konzerten und bringen Sie auch Ihre Freunde mit! Denn: Musik braucht Zuhörer. 


Mittwoch, 12. Dezember 2018

Vorschau Januar: Favo feat. Sander De Winne

Am Sonntag, dem 13. Januar 2019 um 19 Uhr gibt es bei den Freien Klängen in der Festung Mark ein Konzert von Favo und Sander De Winne.
Volker Schlott – Saxophon
Falk Breitkreuz – Bassklarinette
Sander De Winne – Stimme, Perkussion

In seiner Ankündigung des Konzertes sprach Warnfried Altmann schon begeistert von der ungewöhnlichen und interessanten Kombination aus Stimme, Saxophon und Bassklarinette. "Wir Bläser ahmen mit unserem Spiel oft die menschliche Stimme nach", sagte er, "und so haben wir dann drei Stimmen auf der Bühne". Und tatsächlich, hört man in Klangbeispiele der drei Musiker rein (so wie im untenstehenden Video), dann können wir uns auf ganz tolle Klänge freuen, von drei Musikern, die sich aufeinander einlassen, gemeinsam improvisieren, mit ihren Stimmen spielen.


Aus der Konzertankündigung: 
FAVO existiert seit nunmehr 6 Jahren. In der Trio-Besetzung mit dem jungen, belgischen Stimmakrobaten Sander De Winne entdecken die drei Vollblutmusiker gemeinsam eine neue Magie zwischen menschlicher Stimme und dem außergewöhnlichen Zusammenspiel zwischen Bassklarinette und Sopransaxofon.
Neben vielen Eigenkompositionen spielt FAVO auch Werke aus Pop, Klassik, Jazz und Weltmusik. So sind Werke u.a. von Astor Piazolla, den Beatles, Johann Sebastian Bach, Bobby McFerrin, Pat Metheny oder Joe Zawinul auf eigentönende Art und Weise zu hören.
"Ist das Jazz, weil da vieles aus dem Moment entsteht? Oder doch eher Klassik, weil sich die beiden so klangschön gespielten Blasinstrumente mit der eindrucksvollen Stimme kontrapunktisch kommentieren wie in einer Fuge? Ist es Kammermusik oder Weltmusik?" (J. Engels)
"Ich habe selber noch nicht analysiert, was da mathematisch abläuft - aber die Frequenzen der Bassklarinette und des Sopransaxofons passen so gut zueinander, verschmelzen so optimal, wie ich es vorher noch nicht erlebt habe. Da scheint es ein magisches Geheimnis zu geben. Es sind einfach die Schwingungen zwischen den Instrumenten und der Stimme, aber auch die Schwingungen im Raum und in den Ohren der Zuhörer. Da muss man nichts mehr erklären. Das ist einfach Musik." (Volker Schlott)
Also: eine herzliche Einladung zum nächsten Konzert der Freien Klänge!