Sonntag, 8. Oktober 2017

East Drive

Heute stand Bodek Jahnke mit seinem Trio-Projekt East Drive auf der Bühne der Freien Klänge in der Festung Mark.
Bodek Janke –Drums, Percussion
Vitaliy Zolotov – Gitarre
Philipp Bardenberg – E-Bass

Vitaliy Zolotov beginnt das Konzert mit klaren Akkorden auf seiner Gitarre, zu denen Bodek Janke auf kleinen Flöten Vogelstimmen erklingen läßt oder percussive Geräusche macht, die sich wie ein Störfaktor über die Gitarrenklänge legen. Ein Effekt, der vielleicht gewollt ist, zwingt er doch zum genauen Hinhören. Schließlich kommt noch Philipp Bardenberg mit seinem Baß dazu, erzeugt tiefe Borduntöne, die das doch recht große Volumen der Kulturwerkstatt in der Festung Mark in Resonanz versetzen. Als Bodek Janke anschließend das Publikum mit den Worten begrüßt, daß es "heute eine Musik erleben könne, wie sie hier noch nicht zu hören war", dann mag man ihm das glauben (und weiß doch, wieviel andere und gleichfalls ungewohnte Weltmusikklänge in dieser Konzertreihe bereits zu hören waren).

Das Konzert war inhaltlich durchaus von der osteuropäischen Herkunft bestimmt, ohne daß die Musik dem dafür geltenden Klischee entsprach. So lagen gleich dem zweiten Stück Kinderlieder aus der Ukraine, Serbien, Polen und Deutschland zugrunde, denen Bodek Janke an seinen Tablas sitzend einen ganz ungewohnten Klang gab. Zwischen den beiden gegensätzlichen Seiten, hier leisen und gefühlvollen Klängen, dort kräftigen E-Gitarren- und E-Baß-Tönen in ausgesprochen rockigem, an Progressiv Rock der 70er erinnernden Stil mit Anklängen an Fusion Music, bewegte sich East Drive. Dabei nutzen Baß und Gitarre auch die Möglichkeiten ihrer elektronischen Verstärker aus.

Samstag, 7. Oktober 2017

Vorschau Oktober

Jetzt hätte ich fast vergessen, auch hier die Vorankündigung auf das nächste Konzert der Freien Klänge zu schreiben (auf der Webseite der Festung Mark war ja alles bereits nachzulesen): Schon am Sonntag 08. Oktober 18 Uhr steht Bodek Jahnke mit seinem Trio-Projekt East Drive auf der Bühne der Freien Klänge.

Bodek Janke –Drums, Percussion
Vitaliy Zolotov – Gitarre
Philipp Bardenberg – E-Bass


Als Bodek Jahnke bereits vor über 5 Jahren schon einmal in Magdeburg auftrat, damal bei Jazz in der Kammer, stellte er das Konzert unter das musikalische Motto "east meets west". Im Verlauf des Programms trafen westlicher, aber sehr melodischer Jazz und osteuropäische Melodien aufeinander. Das damalige Konzert habe ich in guter Erinnerung und freue mich auf das neue Konzert der drei Musiker.

Der Veranstalter schreibt über das Trio: East Drive ist eines der schillerndsten Phänomene der modernen europäischen Jazzszene. Starke Melodien und dichte Rhythmen in Kombination mit einem freien improvisatorischen Konzept, ohne Berührungsängste vor Gegenständlichkeit und Harmonie aufkommen zu lassen. East Drive sind drei außergewöhnliche Stimmen in einem über viele Jahre gewachsenen, musikalischen und freundschaftlichen Dialog. Die Risikobereitschaft und das blinde Vertrauen, die Fähigkeit und der Wille, jeglichen Impuls der anderen aufzugreifen und weiterzuführen, lassen jede Performance zu etwas absolut Einzigartigem werden: energetisch, impulsiv, überraschend.

Sonntag, 10. September 2017

Vientos del Caribe

Am Sonntag, dem 10. September 2017 standen Vientos del Caribe auf der Bühne der Freien Klänge. Die fünf Musiker brachten die Wärme des Sommers und den Rhythmus und Drive der karibischen Musik in die dicken Mauern der Festung Mark.
Jeannifer Martin – Gesang
Christoph Baselt – Klavier
Mohi Buschendorf – Bass
Orlando Carmona Garcia – Percussion
Marko Philipp – Schlagzeug

Während noch Geräusche vom im Innenhof stattfindenden Hoffest leise durch die Festungsmauern kommen, setzt die Band mit einer Kraft und mitreißenden Stimmung ein, die alle anderen Töne vergessen macht. Die fünf Musiker brachten Musik mit, wie sie sonst auf sonnigen Inseln mit warmen Stränden und fröhlichen Menschen erklingt. Aber irgendetwas ist doch anders als erwartet: zu hören sind nicht die soundsovielten Versionen von Guantanamera oder Chan Chan, sondern vor allem bekannte Rock- und Pop-Titel, die die Musiker an die karibischen Rhythmen anpaßten. Wie Pianist Christoph Baselt, von dem die Adaptionen und Arrangements stammten, erklärte, werden von der Band die englischen Titel nicht "einfachen so" gecovert: "Für die Musik unserer Band und für unser aktuelles Album Metamorfosis suchen wir uns Titel aus, die vom Gefühl her zu den karibischen und kubanischen Rhythmen passen, fügen auch noch eigene Texte hinzu und machen sie damit zu etwas eigenem". Und so wirkte die Musik dann auch  – vertraut und doch so ganz anders. Später waren dann natürlich auch Titel wie Bésame mucho zu hören, die selbstverständlich nicht fehlen durften.

Montag, 4. September 2017

Vorschau September

Am Sonntag, dem 10. September 2017 wird es bei den Freien Klängen karibisch warm in den dicken Festungsmauern. Ab 18 Uhr stehen dann Vientos del Caribe auf der Bühne.
Jeannifer Martin – Gesang
Christoph Baselt – Klavier
Mohi Buschendorf – Bass
Orlando Carmona Garcia – Percussion
Marko Philipp – Schlagzeug

Die Band mit Musikern aus Deutschland und Cuba gründete sich 2008 in der Absicht, die klassischen kubanischen Songs der 50er und 60er Jahre in neue Gewänder zu kleiden und eine neue Sicht auf die wundervolle Musik der Karibik, insbesondere der aus Cuba, zu eröffnen. In ihrer Musik konzentrieren sie sich hauptsächlich auf den „Son Cubano“, die „Cha Cha Cha“ und den „Bolero“. Darüber hinaus arrangieren sie bekannte Popmusik-Hits im Salsa-Stil.


Die Zuhörer werden auf eine Zeitreise durch die schönsten und bekanntesten Melodien der Zuckerrohrinsel mitgenommen. Schon das kurze Video macht neugierig auf die lebendige karibische Musik. Mehr davon auf der Webseite der Band und dann auf jeden Fall (und natürlich noch besser!) live bei den Freien Klängen. Schauen wir mal, ob sich auch die Bar des Hauses auf die Musik einstellt und passende Drinks und Cocktails bereit hält.